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Linolschnitt: S.Persiel
Unser Haus ist ein sogenanntes Mittelflurhaus, welches im Oderbruch und speziell in Altwriezen noch häufig zu finden ist.
Der von einem zum anderen Giebel führende Flur ist hier namengebend. So entsteht in solchen Häusern eine Längsgliederung.
Eine Seite stand in der Regel dem Jungbauern zu. Auf der anderen Seite befand sich der Altenteil nebst Wirtschaftsräumen.
Dieses Haus wurde wahrscheinlich 1794 errichtet, wie dendrochronologische Untersuchungen ergaben.
Das Dorf Altwriezen ist aber wesentlich älter. Es ist ein „Altdorf“, es existierte also schon vor der Trockenlegung des Oderbruchs. Altwriezen war schon vor 700 Jahren von Fischern besiedelt, die das Dorf in einer Rundlingsform errichteten, d. h., die Häuser wurden im Kreis zumeist mit den Giebeln zum Dorfplatz gebaut.
Der eigentliche Rundling wurde 1736 durch ein Hochwasser der Alten Oder, damals noch Hauptstrom der Oder, zur Hälfte zerstört.
Die Dorfbewohner errichteten daher an sicherer Stelle einen neuen Rundling, so dass Altwriezen zu einem Doppelrundlingsdorf wurde, was auch heute noch gut zu erkennen ist.
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( aktualisiert am 21.01.12 )